
Herzliche Einladung zur Konfirmation
Jugendliche im Alter von 13 Jahren sind herzlich eingeladen, sich ein knappes Jahr lang miteinander auf den Weg zu machen. Die Konfirmandenzeit beginnt jeweils vor den Sommerferien.
Die Taufe steht am Anfang unseres Weges mit Gott - Gottes Ja zu uns. Am Ende der Konfirmandenzeit steht das "Ja" der Jugendlichen zu Gott und zu ihrem eigenen Glauben.
In der Konfirmandenzeit kommen wir über Gott und die Welt ins Gespräch und erleben die Gemeinschaft bei Aktionen oder auf der Konfifreizeit.
Was kommt auf mich zu?
Die Konfirmation findet in der Regel in einem regulären Gemeindegottesdienst in der Zeit kurz vor oder nach Ostern statt. Lange galt der Palmsonntag, der Sonntag vor Ostern, als traditioneller Konfirmationssonntag, da dieser Termin mit der Entlassung der Jugendlichen aus der Volksschule und dem Beginn der Lehre zusammenfiel.
Der Konfirmationsgottesdienst variiert in seinem Ablauf je nach Landeskirche und Kirchengemeinde. Im Folgenden werden wesentliche Bestandteile benannt, die weit verbreitet sind:
Der Gottesdienst beginnt mit dem feierlichen Einzug der Konfirmandinnen und Konfirmanden mit den Mitgliedern des Presbyteriums oder Kirchenvorstandes, dem Pfarrer oder der Pfarrerin, dem Diakon oder Diakonin, die die Konfirmation leitet. In der Predigt wird auf die gemeinsame Zeit zurückgeblickt, an die Taufe erinnert, die Bedeutung der Konfirmation benannt und gute Wünsche für den weiteren Lebens- und Glaubensweg mitgegeben.
Im Anschluss an die Predigt bekennen die Konfirmandinnen und Konfirmanden gemeinsam mit der Gemeinde ihren christlichen Glauben und antworten auf die Frage, ob sie an Gott den Vater, Sohn und Heiligen Geist glauben, weiterhin zur christlichen Gemeinde gehören und im Glauben wachsen wollen, mit den Worten: "Ja, mit Gottes Hilfe." Die Gemeinde bittet um den Heiligen Geist, der die Konfirmandinnen und Konfirmanden in ihrem Glauben stärken soll.
Dann treten die Konfirmandinnen und Konfirmanden in Kleingruppen an den Altar. Sie werden namentlich aufgerufen, ihr Konfirmationsspruch wird verlesen und unter Handauflegung wird ein Segenswort gesprochen. Eine geläufige Formulierung lautet hier, Gottes Segen sei "Schutz und Schirm vor allem Bösen, Stärke und Hilfe zu allem Guten". An diesem Wortlaut wird beispielhaft deutlich, dass die Geste der Handauflegung den Charakter der Fürbitte für einen gefestigten Glauben und einen an christlichen Werten orientierten Lebenswandel hat. Dabei knien die Konfirmandinnen und Konfirmanden üblicherweise.
Im Anschluss erhalten sie ihre Konfirmationsurkunde und oft ein kleines Geschenk der Kirchengemeinde. Häufig werden die Patinnen und Paten aktiv einbezogen, indem sie während der Handauflegung bei der Konfirmandin, dem Konfirmanden stehen oder den Konfirmationsspruch vorlesen. Als Erinnerung an die Taufe werden oftmals die Taufkerzen mitgebracht und entzündet oder - in Parallele zur Taufkerze - neue Konfirmationskerzen für diesen Zweck selbst gestaltet oder als Geschenk überreicht. Den Abschluss bilden die gemeinsame Fürbitte für den weiteren Lebens- und Glaubensweg der Konfirmierten und der feierliche Auszug.
Zur Konfirmation gehört die Feier des Abendmahls. Diese findet entweder innerhalb des Konfirmationsgottesdienstes oder in einem eigenen Gottesdienst z.B. am Vorabend der Konfirmation statt. In diesem Fall nehmen oft nur die Konfirmandinnen und Konfirmanden, teilweise auch ihre engsten Familienangehörigen an der Abendmahlsfeier teil.
Tauftermine 2026
mit Pfr. Eisenmann
29.3.
6.4. (Ostermontag)
24.5. (Pfingstsonntag)
21.6. (Tauferinnerungsgottesdienst)
28.6.
19.7.
13.9.
6.12. (2. Advent)
26.12. (2. Weihnachtstag)
evtl. sind an weiteren Sonntagen Tauftermine bei Vertretungen möglich.
Alle Angaben ohne Gewähr. Es können sich aufgrund aktueller Umstände auch Verschiebungen ergeben.
6.4. (Ostermontag)
24.5. (Pfingstsonntag)
21.6. (Tauferinnerungsgottesdienst)
28.6.
19.7.
13.9.
6.12. (2. Advent)
26.12. (2. Weihnachtstag)
evtl. sind an weiteren Sonntagen Tauftermine bei Vertretungen möglich.
Alle Angaben ohne Gewähr. Es können sich aufgrund aktueller Umstände auch Verschiebungen ergeben.
Was ist eigentlich eine Konfirmation?
Die Konfirmation ist ein feierlicher Segnungsgottesdienst, in dem sich junge Menschen zu ihrem christlichen Glauben bekennen. Die Konfirmand*innen bekräftigen damit ihre Aufnahme in die christliche Gemeinde, die zuvor mit der Taufe, meist im Säuglingsalter, geschehen ist. Im Alter von 14 Jahren sind die Jugendlichen religionsmündig und erhalten damit alle Rechte innerhalb der evangelischen Kirche. Auf die Konfirmation bereiten sich die Mädchen und Jungen vor im Konfirmandenunterricht. Die Konfirmation geht auf die Reformationszeit zurück.
Die Konfirmation (vom lateinischen Wort "confirmare" = bekräftigen) von Jugendlichen findet in der evangelischen Kirche meist in der 8. Klasse statt. Die Konfizeit bietet die Möglichkeit, sich mit Fragen des Glaubens und Lebens auseinanderzusetzen. Die Konfirmation bildet mit einem Segens-Gottesdienst und einem Fest den Abschluss dieser Zeit. Meist wird im Rahmen der Konfirmation auch das Abendmahl gefeiert.
Die Kommunion (vom lateinischen Wort "communio" = Gemeinschaft) bezieht sich auf das Sakrament der „Eucharistie“ in der katholischen Kirche. Sie bezeichnet die Teilnahme an dieser rituellen Handlung. Kinder feiern meistens etwa in der dritten Klasse nach einer Unterweisung und der „Erstbeichte“ erstmals die Eucharistie, weshalb diese Teilnahme auch „Erstkommunion“ oder im vereinfachten Sprachgebrauch nur „Kommunion“ genannt wird. Die Kinder werden zu diesem Anlass oft besonders festlich gekleidet.
In der Evangelischen Kirche sind Kinder ebenfalls zum Abendmahl eingeladen. Ihnen wird das Abendmahl erklärt und oft in einem besonderen Familiengottesdienst erstmals gemeinsam mit den Familien gefeiert. Es gibt aber keine bestimmte Altersvorgabe oder vorgegebenen Rahmen.
Bei der Konfirmation bekommt jede und jeder Jugendliche einen „Konfirmationsspruch.“ Er wird den Jugendlichen im Konfirmationsgottesdienst vorgelesen und ist auf der Konfirmationsurkunde abgedruckt. Es ist ein Satz aus der Bibel. Er soll die Jugendlichen wie ein Lebensmotto oder ein Halteseil in ihrer derzeitigen Situation, aber auch im zukünftigen Leben, begleiten.
Meistens suchen sich die Jugendlichen den Spruch selbst aus. Manchmal wählen ihn auch Familienangehörige, Paten oder das Konfi-Team aus. Eine Step-by-Step-Anleitung um einen eigenen, passenden Konfispruch für sich selbst zu finden, gibt es beispielsweise unter www.konfispruch.de.
Für Jugendliche spielt Geld natürlich eine Rolle, weil sie ein Startkapital in die Zukunft gut gebrauchen können. Viele Konfis sparen ihr Geld - beispielsweise für einen Führerschein. Aber es gibt auch gute Alternativen, die allerdings von den Jugendlichen selbst und von den Möglichkeiten der oder des Schenkenden abhängen.
Gemeinsam verbrachte Zeit, z.B. bei einem
- gemeinsamen Event (Paddeltour, Escape Game, Konzert, in einem Freizeitpark, Theater, Kino, …),
- gemeinsamen Besuch einer Eisdiele oder eines besonderen Restaurants.
Dinge, um Konfis auf dem Glaubensweg zu unterstützen, z.B.
- eine Teilnahme an einem Jugendcamp,
- ein christliches Schmuckstück (Kreuzanhänger, Fisch-Ohrringe, …).
Dinge, die helfen, selbständiger und zu werden und zu reifen, z.B.
- eine Uhr, Wecker, Rasierapparat, Taschenmesser, …
- ein Sachbuch oder Gutschein für Fortbildungsangebot (z.B. im Bereich eines Hobbys).
Im Gegensatz zu Konfirmationen vor 70 oder 80 Jahren gibt es in aller Regel keinen Dresscode. Die Jugendlichen dürfen das anziehen, was dem Anlass entsprechend ist, worin sie sich wohlfühlen und was sie nach dem großen Tag möglichst nochmals verwenden können.
Natürlich wird die Konfirmation oft genutzt, um zu zeigen, wie erwachsen sich die Jugendlichen inzwischen fühlen. Manche Jungs sind stolz, erstmals einen Anzug oder ein Jackett zu tragen, manche Mädchen Schuhe mit hohen Absätzen. Das ist verständlich, aber es sollte gemeinsam mit ihnen auch bedacht werden, dass sie in aller Regel noch wachsen und die Sachen oft schon bald zu klein sind. Damit steht auch die Frage der Nachhaltigkeit im Raum. Aus diesem Grund sind beispielsweise eine Hose und ein Hemd sinnvoll, die man anschließend auch zu anderen Anlässen tragen kann.
Mancherorts gibt es Börsen, bei denen einmal getragene Kleidungsstücke und Schuhe dem nächsten Konfi-Jahrgang angeboten werden. In solchen Angeboten finden sich oft gute, preiswerte Dinge.
Wenn die eigene Konfirmation 50 Jahre zurückliegt, können Sie "Goldene Konfirmation" feiern. Viele Kirchengemeinden laden jedes Jahr zum Konfirmationsjubiläum - der sogenannten Jubelkonfirmation - ein. Aber nicht nur das 50jährige Jubiläum wird gefeiert: In manchen Gemeinden auch das 25jährige, das 60jährige oder sogar 65jähre Konfirmationsjubiläum.
Vielleicht haben Sie als Jubilar bereits einen Einladungsbrief erhalten? Wie damals wird ein Festgottesdienst gefeiert. Ein gemütlicher Nachmittag dient dem Wiedersehen, dem Zurückschauen und dem Austausch, was die ehemaligen Mitkonfirmandinnen und Mitkonfirmanden heute machen. Erinnerungen werden wach an gemeinsam Erlebtes und den Pfarrer oder die Pfarrerin – vielleicht auch an Gedanken und Gefühle von damals. Inzwischen sind 25, 50 Jahre oder sogar noch mehr vergangen. Vieles hat sich verändert. Vielleicht haben Sie durch Familie und Beruf ihren Heimatort verlassen. Wenn Sie umgezogen sind, kann es sein, dass die Kirchengemeinde, in der Sie konfirmiert wurden, Ihre Adresse nicht ausfindig machen konnte. Dann fragen Sie einfach vor Ort im Pfarramt nach, wenn das Jubiläum ansteht.
Silberne Konfirmation
Fünfundzwanzig Jahre sind seit der Konfirmation vergangen. Schulabschluss, Ausbildung und Beruf, vielleicht auch Partnerschaft und Familie prägen diese Zeit. Die Wohnorte haben vermutlich in diesem Vierteljahrhundert gewechselt. Der Kontakt zur Gemeinde und zur Kirche sind selten geworden. Nach den intensiven Jahren bietet sich dieser Zeitpunkt an, um innezuhalten und darüber nachzudenken, wie das Leben verlaufen ist, welche glücklichen Momente es gegeben hat oder welche Herausforderungen gestemmt werden mussten. Es ist auch ein guter Zeitpunkt, um nach den Prioritäten im Leben zu fragen. Das Jubiläum möchte in diesem Zusammenhang dazu einladen, sich an die Taufe und die Konfirmation zu erinnern. Was bedeuten mir die Zusage Gottes: Ich bin bei dir - und du bist aufgehoben in der Solidargemeinschaft der Kirche?
Goldene Konfirmation
Fünfzig Jahre nach der Konfirmation sind seit Ihrer Konfirmation vergangen. Es steht eine Zeit des Umbruchs bevor: der Ruhestand. Der Abschied aus dem Berufsleben kommt oder ist bereits geschehen. Wer eigene Kinder hat, erlebte wie sie flügge geworden sind und meist schon längst das Haus verlassen haben. Menschen aus der unmittelbaren Umgebung sind schon gestorben. Aber auch manche Wünsche und Pläne für den neuen Lebensabschnitt haben in den vergangenen Jahren Gestalt gewonnen. Vor 50 Jahren stand eine ähnliche Übergangs-Situation bevor: von den Kinderschuhen ins Jugend- und Erwachsenenalter. Nun vom aktiven Berufsleben allmählich neue Freiheiten. Vieles hat sich verändert - im eigenen Leben und auch in der Kirchengemeinde. Die Goldene Konfirmation erinnert daran, dass Gott in aller Veränderung und Neuorientierung beständig und treu bleibt. Die Zusage seiner Nähe, die in der Taufe und der Konfirmation zugesprochen wurden, hat Bestand. Das Jubiläum schenkt Gelegenheit, sich mit ehemaligen Konfirmandinnen und Konfirmanden von damals zu erinnern und sich selbst an der Schwelle zum neuen Lebensabschnitt zu fragen, welche Rolle der persönliche Glaube spielt.
Diamantene und eiserne Konfirmation
Sechzig oder fünfundsechzig Jahre nach der Konfirmation durften Sie bereits einige Jahre des Ruhestands genießen - hoffentlich in guter Gesundheit und mit der Erfüllung von manchen Wünschen, die Sie für diese Zeit hatten. Mit dem zunehmenden Alter wird aber auch die Zerbrechlichkeit des Lebens spürbarer. Der Körper meldet sich und Wegbeleiterinnen und Bekannte sind verstorben. Die diamantene und eiserne Konfirmation möchten einladen, sich mit Weggefährten aus Ihrer Jugendzeit an die guten Höhepunkte in der eigenen Biografie zu erinnern und voller Dankbarkeit auf das bisherige Leben zurückzuschauen. Sie wollen aber auch Gelegenheit geben, die Zusagen Gottes, die Ihnen bei der Taufe und Konfirmation zugesprochen wurden, neu zu hören, und Zuversicht, Halt, Trost und Hoffnung zu schöpfen für alles was in der Zukunft vor Ihnen liegt.
Nein, der Unterricht ist grundsätzlich kostenfrei. Lediglich die Materialkosten sollen von den Erziehungsberechtigten mitgetragen werden. Sofern Konfirmandenfreizeiten oder Ausflüge stattfinden, wird meist um eine Eigenbeteiligung gebeten. Sofern diese Kosten die finanziellen Möglichkeiten übersteigen, können Gemeinden Zuschüsse gewähren.












