Alles rund um die Taufe

  

Gedanken zur Taufe

  
Es sind immer besondere Tage im Leben einer Gemeinde, wenn ein Mensch durch die Taufe in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen wird. Darum finden die Taufen in der Regel am Sonntag statt, wenn sich die Gemeinde zum Gottesdienst versammelt (oder auch an einem anderen kirchlichen Feiertag). In der Taufe nimmt Gott uns Menschen als seine Kinder an – dabei spielt das Alter, das Geschlecht und die Herkunft keine Rolle.
Bitte beachten Sie, dass Taufen nicht in allen Gottesdiensten sinnvoll und möglich sind. Bitte sprechen Sie Pfarrer Eisenmann auf mögliche Termine an.
Viele Informationen rund um die Taufe finden sie auf der Internetseite der badischen Landeskirche unter: https://www.ekiba.de/infothek/arbeitsfelder-von-a-z/kasualien/taufe/
 
Bitte beachten sie dabei, dass es je nach Gemeinde immer auch Unterschiede geben kann. Darum fragen sie bei Unklarheiten bitte im Pfarramt nach.
  

Anmeldung

Wenn Sie Ihr Kind zur Taufe anmelden wollen oder Sie sich selbst taufen lassen wollen, melden Sie sich bitte auf dem Pfarramt, um einen Termin für ein Taufgespräch zu vereinbaren. Dieses findet in der Regel bei Ihnen zu Hause statt, in Ausnahmefällen auch im Pfarramt. Es wäre gut, wenn Sie bei diesem Gespräch - wenn vorhanden - das Stammbuch zur Verfügung haben.
Leider sind nicht alle Sonntage im Jahr als Tauftermine möglich. Das liegt vor allem daran, dass viele Gottesdienste eine besondere Prägung haben, wo die Taufe nicht so gut dazu passt. Außerdem gibt es nicht immer Gottesdienste am Morgen. In der folgenden Übersicht finden Sie die aktuellen Tauftermine. 
  

Tauftermine

Die Taufen finden normalerweise in bestimmten Sonntagsgottesdiensten um 10 Uhr in der Kirche statt. In der Corona-Zeit haben wir festgestellt, dass manchmal auch andere Termine und andere Orte sinnvoll sein können - dann kann es einen separaten Taufgottesdienst geben, zum Beispiel am Sonntag um 11:30 Uhr (Achtung: In der Regel nicht am Samstag). Diese werden individuell abgeklärt - bitte sprechen Sie den Pfarrer darauf an.
 
Für die Taufen im Sonntagsgottesdienst gibt es einige Termine, die grundsätzlich möglich sind. Achtung: Es werden höchstens Täuflinge aus zwei Tauffamilien in einem Gottesdienst getauft - der Termin könnte also schon belegt sein. Die Liste dient also nur der Orientierung - eine frühzeitige Absprache mit dem Pfarrer ist wichtig.
  
Alle Angaben ohne Gewähr. Es können sich aufgrund aktueller Umstände auch Verschiebungen ergeben.

  
Taufgottesdienst
So. 13.12.2026, 10:00 Uhr
Gottesdienst mit Angebot Taufe - Kirche Willstätt (U.Bock / St. Maier)
Willstätt-Kernort (Kirche)
Willstätt
  

Paten

Wichtig bei einer Kindertaufe sind neben dem Täufling vor allem auch die Paten. Sie sollen das Kind in Gemeinschaft mit den Eltern in den Glauben einführen und ihm vorleben, was christliches Leben bedeutet. Die Paten müssen Mitglieder einer christlichen Kirche sein, also selbst getauft und nicht aus der Kirche ausgetreten.
In der folgenden Datei finden Sie verschiedene Informationen für Paten zum Herunterladen.
 
  

Häufige Fragen zur Taufe

  

Wenn du dich für die Taufe entschieden hast, dann frag‘ bitte möglichst frühzeitig bei der Kirche(ngemeinde) an, in der du dich oder euer / dein Kind taufen lassen wollt / willst.
Wird in dieser Gemeinde nur im Hauptgottesdienst getauft? Besteht die Möglichkeit, einen Taufgottesdienst im kleinen Kreis zu feiern? Wird nur an bestimmten Taufsonntagen getauft? Gibt es Taufsamstage, an denen mehrere Täuflinge zusammen getauft werden? Vielleicht gibt es in der Gemeinde auch ein jährliches Tauffest an einem besonderen Ort, wo ihr die Taufe feiern könnt.
 
Die meisten Taufen finden in einer Kirche oder Kapelle statt. Für den Kirchenraum sprechen ganz praktische Gründe: Das Kirchengebäude ist auf Taufen gut eingerichtet. Eine Schlechtwetter-Alternative ist nicht notwendig.  Taufen an besonderen Orten, am Fluss, am See werden immer beliebter. Auch hier gilt: Fragt frühzeitig nach, ob das in der von euch gewünschten Kirche oder in der Region möglich ist.
  

Es gibt verschiedene Formen der Taufe. Entweder wird die Stirn des zu Taufenden dreimal benetzt und dabei ein Kreuz nachgezeichnet oder der Taufende schöpft mit der hohlen Hand Wasser aus dem Taufbecken und lässt dieses Wasser über den Kopf des Täuflings rinnen. Seltener ist die Möglichkeit des Untertauchens in einem größeren Taufbecken oder einem Gewässer. Bei jeder Taufe wird die Taufgeste mit den Worten verbunden: „Ich taufe dich auf den Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“
 
Wird innerhalb eines Sonntagsgottesdienstes getauft, wird die Taufe in den üblichen Gottesdienst eingebettet. Nach der Vorstellung der Tauffamlie(n), einem Gebet, einer biblischen Lesung und evtl. einer kurzen Ansprache zum Taufspruch, wird die Taufgesellschaft eingeladen zum Taufbecken zu kommen. Nach den öffentlichen Fragen an die Eltern und Paten wird der Täufling mit Wasser getauft. Die Eltern werden gesegnet. Die Taufkerze wird an der Osterkerze angezündet. Dann kehrt die Taufgesellschaft wieder an ihre Plätze zurück.
 
Wird ein Taufgottesdienst extra für einen oder mehrere Täuflinge veranstaltet, ist Platz für zusätzliche Lieder, Musik, Gebete und eine kurze Ansprache.
 

Können sich die Familie, die Paten oder Gäste am Taufgottesdienst beteiligen?

Ja. Die Taufkerze kann z.B. von einem Geschwisterkind angezündet werden. Das Taufwasser kann ins Taufbecken eingegossen werden. Angehörige und Paten können Gebete sprechen oder sich musikalisch am Gottesdienst beteiligen.
 
Sprecht mit eurer Pfarrerin oder eurem Pfarrer ab, was in der Gemeinde möglich ist, und schaut dann, wie ihr die Taufe mitgestalten könnt.
 

Darf im Taufgottesdienst fotografiert / gefilmt werden?

Bitte besprecht diese Frage im Taufgespräch. Es hat sich bewährt, wenn eine nur eine Person, die das gut kann, fotografiert. Dann sind eure Gäste entlastet und die Blicke richten sich nicht nur auf die Handy-Displays, sondern sind ganz bei der Taufe.
  

Nachdem ihr die Taufe im Pfarrbüro angemeldet habt, wird sich die Pfarrerin oder der Pfarrer bei euch melden. Ihr könnt dann einen Termin für ein Gespräch vereinbaren.
 
Das Taufgespräch ist eine gute Gelegenheit, den Pfarrer oder die Pfarrerin kennenzulernen. Beim Taufgespräch könnt ihr über alle Fragen rund um die Taufe sprechen. Dabei erfahrt ihr auch, wie der Gottesdienst ablaufen wird und wie ihr und eure Patinnen, Paten, Freunde und Familie sich vielleicht am Gottesdienst beteiligen können. Gerne können auch die Paten bei diesem Gespräch dabei sein.
 
Auf jeden Fall könnt ihr im Taufgespräch nach allen Einzelheiten fragen, die euch auf dem Herzen liegen – nicht nur rund um die Taufe. Eure Pfarrerin / euer Pfarrer nimmt sich Zeit für euch.
  

Alle evangelischen Christinnen und Christen, die konfirmiert und mindestens 14 Jahre alt sind, können Taufpate werden. Auch Angehörige von Mitgliedskirchen der «Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen» und Mitglieder anderer Kirchen und christlicher Gemeinschaften können das Patenamt übernehmen.
 

Was ist die Aufgabe eines Paten bzw. einer Patin?

Eltern bitten Menschen darum, Patin / Pate für ihr Kind zu werden, weil sie ihnen zutrauen, dass sie eine Beziehung zu ihrem Patenkind aufbauen, es auf dem Weg ins Leben begleiten und unterstützen können.
 
Paten sind zunächst Zeuginnen und Zeugen der Taufe. Zusammen mit den Eltern versprechen Sie, dabei zu helfen, dass das Kind die Möglichkeit bekommt, in den christlichen Glauben hineinzuwachsen.
 
 

Kann man auch ohne Paten getauft werden?

In der Evangelischen Landeskirche in Baden ist dies möglich.
 

Kann man das Patenamt beenden? 

Das Patenamt endet offiziell mit dem eigenständigen „Ja“ zur Taufe durch die Jugendliche / den Jugendlichen bei der Konfirmation. Die besondere Beziehung zwischen Patenkind und Patin / Paten besteht aber oft weiter.
 
Tritt ein Pate oder eine Patin aus der Kirche aus, ruht das Patenamt. Ein Pate oder eine Patin kann um die Entbindung vom Patenamt bitten. Als Zeugin / Zeuge der Taufe ist es aber nicht möglich, einen Paten aus dem Kirchenbuch zu streichen.
 
 

Kann ich eine Patin bzw. einen Paten nachbenennen?

Ja. Eine Person kann in begründeten Fällen als Patin bzw. Pate nachbenannt werden. Ihr Name wird daraufhin ins Kirchenbuch eingetragen.
  

Taufkerzen sind in der evangelischen Kirche keine Pflicht, aber ein schönes Symbol bei der Taufe.
Die Taufkerze erinnert an die Worte Jesu: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern das Licht des Lebens haben.“
 
Eine Taufkerze kannst du fertig kaufen. Oder du bastelst sie selbst. Das ist nicht schwer und eine wunderbare Erinnerung, wenn der Täufling noch nach vielen Jahren weiß: „Die hat meine Patin für mich gemacht!“
 
Drei Dinge dürfen auf keiner Taufkerze fehlen: der Name, das Datum der Taufe und christliche Symbolik. 
 

Christliche Taufsymbole und ihre Bedeutung

Das Kreuz
Das Kreuz ist das wichtigste Symbol der Christen. Es erinnert an den Kreuzestod Jesu und damit an das zentrale Element des christlichen Glaubens.
 
Der Regenbogen
Er ist das Zeichen des Bundes zwischen Mensch und Gott. Gott gibt nach der großen Sintflut den Überlebenden durch den Bogen im Himmel ein Zeichen seiner Treue und der Versöhnung mit seinen Geschöpfen für alle Zeiten.
 
Der Fisch
Das griechische Wort für Fisch lautet Ichthys: Setzt man die griechischen Anfangsbuchstaben von I = Jesus, CH = Christus, TH = Theos (= Gott), Y = Hyios (= Sohn), S = Soter (= Erlöser) zusammen, entsteht das griechische Wort Ichthys (= Fisch).
 
Das Schiff
Das Schiff symbolisiert die Kirche, die durch das Meer der Zeit fährt und auch in stürmischem Meer sicher seinen Weg findet.
 
Die Taube
Die Taube symbolisiert den heiligen Geist. Als Jesus von Johannes dem Täufer im Jordan getauft wurde, sah er, „dass der Himmel sich öffnete und der Geist wie eine Taube auf  ihn herabkam“ (Markusevangelium 1,10).
 
Das PX
Das verbundene Buchstabenpaar X (griechisch: Chi) und P (griechisch: Ro) ist eine Abkürzung für „Christus“. Es ist eines der ältesten Christussymbole, das besonders während der frühzeitlichen Christenverfolgung als „Geheimzeichen“ diente.
 
Alpha und Omega
Das Alpha (A) ist der erste, das Omega (Ω) der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets. Diese beiden Buchstaben umschließen das gesamte Alphabet vom Anfang bis zum Ende. Jesus sagt: „Ich bin das A und das Ω, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende“ (Offenbarung 22,13; vgl. auch Offenbarung 1,8).
  

Besonders beim Fürbittengebet können sich Familienmitglieder, Patinnen und Freunde an der Taufe beteiligen. Im Fürbittengebet legen wir Gott diejenigen ans Herz, die Hilfe und Begleitung brauchen.
Fürbittengebete selber zu formulieren ist gar nicht so schwer. Stellt euch einfach die Fragen:
Was wünschen wir dem Täufling (Gesundheit, Freunde, offenes Herz, Glauben, Freude am Leben …)?
Was wünschen wir den Eltern und der Familie des Täuflings (Kraft, Liebe, Fantasie)? An wen denken wir, der vielleicht nicht dabei sein kann? Ihr könnt auch an die Welt denken, in der der Täufling groß werden wird.
 
Lieder für die Taufe findet ihr im evangelischen Gesangbuch (EG) oder im blauen Anhang (Neue Lieder) z.B. „Ich möcht‘ dass einer mit mir geht“, „Kind, du bist uns anvertraut“, „Ins Wasser fällt ein Stein“, „Ein Kind ist angekommen“ oder das „Kindermutmachlied“ (Wenn einer sagt: „Ich mag dich, du.“ ). Die Melodien der Lieder findet ihr auf Youtube. Wenn ihr oder eure Freunde andere Lieder vortragen oder einspielen wollt, nutzt das Taufgespräch dazu, mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer über eure Musikwünsche zu sprechen.
  

Sehr schön sind selbst gestaltete Geschenke. Oder Sie schenken etwas Praktisches: eine hübsche Mütze, eine Babydecke, oder Handtücher und Lätzchen, die mit dem Namen des Täuflings bestickt sind. Größere Kinder freuen sich über ein Spielzeug.
 
Ihr könnt zur Taufe aber auch ein religiöses Bilderbuch oder eine kindgerechte Bibel verschenken.
Es ist nicht wichtig, wie viel ein Geschenk kostet. Wichtig ist, dass es mit Liebe ausgesucht wurde und auch euch selbst Freude macht.
  

Ja. Jeder Zeitpunkt im Leben kann richtig für die Taufe sein. Bei der Taufe von Kindern steht eher das Geschenk der Liebe Gottes im Vordergrund. Bei der Taufe von Jugendlichen und Erwachsenen wird auch auf die persönliche Erfahrung Wert gelegt. Manche Eltern wollen, dass ihr Kind sich selbst entscheidet, ob es zur Kirche gehören will. Dann ist der Konfirmationsunterricht eine gute Gelegenheit, das zu prüfen und sich gegebenenfalls taufen zu lassen.
  

Wenn ein Kind bei der Geburt sehr krank ist und zu sterben droht, kann eine Nottaufe vorgenommen werden. Diese Taufe kann jeder Christ und jede Christin „im Namen des Vaters, und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ ausführen.