Legelshurst Neu

  

Die Vergangenheit unsres Kleinen Ortes

Legelshurst wurde im Jahr 1294 als „Leicholzhurst“ erstmals urkundlich erwähnt und ist heute der flächenmäßig größte Ortsteil der Gemeinde Willstätt im Ortenaukreis. Der ursprüngliche Name deutet etymologisch auf eine höher gelegene Stelle in einer bewaldeten Niederung hin. Als früh- bis hochmittelalterlicher Ausbauort im Korker Wald gehörte das Dorf historisch zum Allodialbesitz der Herren von Lichtenberg und war Teil des Amtes Willstätt. Die Gemarkung des Ortes wuchs über die Jahrhunderte stark an, da mehrere umliegende mittelalterliche Siedlungen wie Bolzhurst oder Dachshurst im Laufe der Zeit eingingen und in Legelshurst aufgingen. Schwere Zeiten erlebte die Gemeinde im Jahr 1429, als sie von Straßburger Bürgern komplett niedergebrannt wurde.
Nach dem Übergang an das Großherzogtum Baden im Jahr 1803 prägte vor allem die Landwirtschaft das Dorfgeschehen, was noch heute an den zahlreichen stattlichen und gut erhaltenen Bauernhäusern im Ort erkennbar ist. Ein zentrales historisches Wahrzeichen ist die evangelische Dorfkirche, eine spätgotische Chorturmkirche aus dem Jahr 1447, die im 18. Jahrhundert erweitert wurde. Seine politische Eigenständigkeit behielt der Ort bis zur baden-württembergischen Gemeindereform, in deren Zuge Legelshurst am 1. Januar 1975 offiziell nach Willstätt eingemeindet wurde. Um das historische Erbe zu bewahren, engagiert sich der Verein für Legelshurster Ortsgeschichte e.V. aktiv in der Aufarbeitung von Dokumenten, Fotos und der Archivierung heimatkundlicher Gegenstände.